Werkkurse und Schreinerausbildung

Werkunterricht in der 5. Jahrgangsstufe; Wahlfach Elektronik, Gärtnern,Töpfern und Schreinern; Projekt: Schreinerlehre und Abitur
 

Das Bestreben des Schulgründers Hermann Harless nach ganzheitlicher Erziehung schlägt sich in Angeboten für die handwerkliche Betätigung der SchülerInnen nieder. Daraus gingen im Laufe der Jahre die Werkkurse hervor.

Die SchülerInnen der 5. Jahrgangsstufe haben im Rahmen des regulären Unterrichts eine Doppelstunde Werken pro Woche. Sie können, soweit organisatorisch möglich, für das erste Halbjahr ihren Kurs frei wählen. Für das zweite Halbjahr können sie den Kurs wechseln, sodass alle zwei verschiedene Kurse besuchen können.

SchülerInnen von der 6. bis zur 12. Jahrgangsstufe können freiwillig am Nachmittag einen oder mehrere Kurse  ihrer Wahl besuchen. Folgende Werkkurse werden angeboten: Elektronik, Gärtnern, Töpfern, Schreinern.

Unsere Schreiner-Lehrlinge werden ab der 8. Klasse in die Theorie und Praxis des Schreinerhandwerks eingeführt. An zwei Nachmittagen pro Woche erhalten sie Praxisunterricht in der schuleigenen Schreinerei unter Anleitung unseres Schreinermeisters Michael Huber. Um noch bessere Voraussetzungen für eine professionelle Ausbildung zu ermöglichen, wird unsere Schreinerei in den nächsten Jahren erweitert. Das Kultusministerium hat den entsprechenden Planungsauftrag bereits erteilt.

In zusätzlichen Ferienkursen müssen die Schülerinnen und Schüler in anderen Betrieben oder Ausbildungszentren bestimmte Ausbildungsabschnitte in Form von Blockpraktika absolvieren, z.B. CNC-Technik, Fensterbau, Oberflächenbehandlung usw. Auch die fachtheoretische Ausbildung findet weitgehend an unserer Schule statt. Einige Themenbereiche sind ja bereits in den regulären gymnasialen Lehrplänen enthalten, andere werden dabei an unserer Schule gezielt in den gymnasialen Ausbildungsplan integriert, so dass auch andere Schülerinnen und Schüler mit Themen des beruflichen Alltags in Berührung kommen.

Die Unterweisung unserer Lehrlinge in den Bereichen, die noch nicht durch den regulären gymnasialen Unterricht abgedeckt sind, findet wöchentlich an einem weiteren Nachmittag statt. Hier werden auch Berufsschullehrer eingesetzt. Auf diese Art wird an allen Ecken Ausbildungszeit "zusammengekratzt", so dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler auf eine insgesamt zweijährige Fachausbildung in Theorie und Praxis kommen, die es ihnen dann nach der 11. und 12. Jahrgangsstufe erlaubt, vor der Handwerkskammer ihre Gesellenprüfung abzulegen.

Das Gesellenstück soll im Rahmen der gymnasialen Facharbeit angefertigt werden. Die Gesellenprüfung erhält ihre Gültigkeit allerdings erst nach dem bestandenen Abitur, denn die Möglichkeit der Verkürzung der Lehrzeit auf "zwei Jahre" setzt voraus, dass das Abitur auch tatsächlich abgelegt wird.