Hier finden Sie aktuelle News, Termine sowie relevante Mitteilung der Schulleitung

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September 2018

05 Besondere Prüfung bzw. Nachprüfungen Schule


Mittwoch, 05.09.18  und Donnerstag, 06.09.18 Nachprüfungen      (Beginn jeweils 9.00 Uhr)  

 

Viel Erfolg allen Prüfunsteilnehmern!
 

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Prüfungen

05.09.2018 10:00

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11 Erster Schultag im Schuljahr 2018/19 Schule

Am Dienstag, 11.09.2018 beginnt um  07:55 das Schuljahr 2018/19. Ein besonderer Willkommensgruß gilt allen neuen Schülern und Lehrern des LSH Marquartstein!

Viel Erfolg im Schuljahr 2018/19!

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Erster Schultag

11.09.2018 07:55

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Juli 2018

23 Nach einem anstrengenden Schuljahr darf gefeiert werden!

 

Sommerfest am Staatlichen Landschulheim Marquartstein

 

Am 20. Juli 2018 fand am Gymnasium Marquartstein ein turbulentes Sommerfest statt, das allen Beteiligten viel Spaß machte. Im Vorfeld hatte ein Festausschuss, bestehend aus Eltern-, Schüler- und Lehrervertretung den genauen Ablauf geplant und so kamen hunderte von Besuchern, die sich bei sommerlichem Wetter im Schulgelände eingefunden hatten, durchaus auf ihre Kosten:

Von 15.00 - 17.00 konnte jeder bei den Präsentationen der witzigen Klassenprojekte Unterhaltung finden, hier können nur einige Beispiele genannt werden: die Fünftklässler veranstalteten beispielsweise ein Dosenwerfen, wobei auf den Dosen die Fotos ihrer Lehrer abgebildet waren. So mancher Schüler wird da ziemlich genau gezielt haben. Die Klasse 8a errichtete eine Rennbahn, auf der beim Bobbycarfahren die Zeit gestoppt wurde. Natürlich gab es dabei einige Hindernisse zu überwinden. Eine besondere Freude machte die Klasse 9b allen kleinen Besuchern, denn an ihrer Station konnte man sich schöne Tiermotive ins Gesicht schminken lassen und am Stand der Klasse 9a durften die Besucher Buttons mit eigenen Motiven entwerfen. Eines der größten Highlights dürfte allerdings die Kinderdisko der Klasse 7b gewesen sein. Regelmäßig wurden den Besuchern Tanzschritte beigebracht oder coole Hip-Hop-Moves. Um die Zeit zum Sommernachtsball zu überbrücken, fand um 18.00h ein Chorkonzert statt, bis dann ab 20.00h der rege Disko- und Tanzbetrieb in der Aula aufgenommen wurde. Bei diesem Sommerfest dürfte wirklich für jeder auf seine Kosten gekommen sein, es gab unterschiedliche Spiele, Tanz und natürlich ein reiches Angebot an ausgefallenem Essen (zum Beispiel am Multikultistand der Klasse 10b) und Getränken. Auf diese Weise macht es Spaß, ein aufregendes Schuljahr mit Schülern, Lehrern, Eltern und Freunden sowie Nachbarn der Schule ausklingen zu lassen.

23 LSH ist Gewinner beim bundesweiten Programmierwettbewerb

Wettbewerb CodingCup 2018.

 

Unter dem Motto „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ reiste die Roblox-Gang, das Programmierteam des LSH, am 24.06.18 mit dem Zug von Übersee aus nach Berlin, um als einer von sechs Finalisten an der Endrunde des CodingCup 2018 teilzunehmen. Sämtliche Spesen wurden hierbei von der veranstaltenden Organisation und von Sponsoren wie Microsoft übernommen. Die Fahrt im ICE auf der neuen Schnellverbindung zwischen München und Berlin verging dank der Reisegeschwindigkeit von teils 300km/h sehr zügig und nach gut fünfeinhalb Stunden konnte die Gruppe, bestehend aus den drei Schülern Marko Kunic, Leon Toplak und Jonas Rubeck gemeinsam mit ihrem Lehrer Christoph Schmid im Hotel einchecken.

Abends gab es ein gemeinsames Abendessen mit den anderen Teilnehmern des Finales auf dem Veranstaltungsgelände Ufafabrik, einem weitläufigen Areal, das früher der Filmproduktion diente. Am 25.06. morgens ging es beim CodingCamp programmiertechnisch dann gleich richtig zur Sache: es sollte eine Art Fußball-Roboter gebaut werden, der mittels verschiedener Bilderkennungsalgorithmen und einer Kamera, die das Spielfeld von oben fillmte, autonom dem Ball folgen sollte. An der Aufgabe hatten die drei Buben ordentlich zu knobeln und selbst in den Pausen konnte gedanklich nicht richtig abgeschaltet werden, da es doch an einigen Stellen ordentlich fuchste und man den Grund dafür nicht immer gleich feststellen konnte.

Montagabend fand dann die große Preisverleihung im Rahmen eines Coding-Sommerfestes statt, bei der neben der Leistung vor Ort vor allem die Qualität des eingereichten Projekts bewertet wurde. Hier hatten sich Softwareentwickler der veranstaltenden Organisation Helliwood/21CenturyCompetenceCenter im Vorfeld ordentlich Mühe gegeben und die über 2000 Zeilen Code der vom LSH eingereichten Evolutionssimulation „EvoSim“ bis ins Detail studiert. Den Auftakt der Abendveranstaltung machte der Geschäftsführer von Microsoft Deutschland Dr. Dirk Bornemann mit seiner Keynote über die Schlüsselkompetenz Programmieren. Danach ergriffen noch die Bundestagsabgeordnete und studierte Informatikerin Saskia Esken und der Geschäftsführer des Internet-Branchenverbandes Eco, Alexander Rabe, das Wort. Als schließlich die Kür der Sieger des CodingCup 2018 angekündigt wurde, war den Finalisten die Angespanntheit ins Gesicht geschrieben. Die Prämierung der Sieger erfolgte in zwei Kategorien.

Zunächst wurden die Sieger der Kategorie „Einsteiger“ bekannt gegeben. Hier konnte die Katholische Grundschule Niederkassel aus Düsseldorf mit einem Smarthome-Projekt den 1. Platz abräumen. Anschließend ging es zur zweiten Kategorie „Fortgeschrittene“. Hier zeichnete sich ein spannendes Duell zwischen dem Projekt „Anti-Stolper-Schuh“ der Jugend forscht AG aus Neustadt an der Weinstraße und dem LSH-Projekt „EvoSim“ ab. Als der zweite Platz vergeben war und das Team des LSH noch nicht genannt wurde, schwankte die Stimmung zwischen Ungläubigkeit und Zweifel. Kurz darauf unbändige Freude und ausgelassenes Gejohle bei der Roblox-Gang: tatsächlich der 1. Platz! EvoSim wurde damit zum bundesweit besten Programmierprojekt beim CodingCup gekürt! Stolz nahmen die drei den gläsernen Pokal von der Microsoft Managerin Astrid Aupperle auf der imposanten Bühne der UfaFabrik entgegen und waren sichtlich überwältigt von der Situation und dem Applaus des Publikums, das zum großen Teil aus Fachleuten, Politikern und anderen Teilnehmern am Wettbewerb und deren Betreuern bestand.

Den Abend ließ man mit interessanten Gesprächen und Vertretern von Jury und beteiligten Unternehmen ausklingen, ehe es ins Hotel nach Kreuzberg zurück ging.

Der Dienstag war voll der weiteren Arbeit am Fußball-Roboter gewidmet, schließlich sollte abends ein Roboter-Fußballturnier stattfinden. Nach großen Plänen, langer Tüftelei und vielfacher Optimierung der Algorithmen kam man kurz vor Turnierbeginn noch zu einer funktionsfähigen aber etwas abgespeckten Lösung und konnte den Roboter ins Turnier schicken. Das anschließende Duell der Fußballroboter zog die Aufmerksamkeit sämtlicher Beteiligter  auf sich und war unterhaltsamer als die zeitgleich ausgetragenen Spiele der Fußball-WM. Am letzten Tag ließ man es etwas entspannter angehen. Nach dem Frühstück stand eine kleine Sightseeing-Tour auf dem Programm einschließlich einer Besichtigung des Reichstagsgebäudes. Anschließend ging es für die LSHler wieder per Bahn zurück in den Chiemgau, wo man noch einige Tage brauchte, um die vielen Eindrücke der tollen Veranstaltung zu verarbeiten und den erzielten Erfolg richtig zu realisieren.

unsere Schüler in orangem Trikot!

 

23 Skispringerin Trine Göpfert weiter auf Erfolgskurs

Trine Göpfert (7a) für F.I.S. Youth Cup qualifiziert

Erlebnisreiche Wochen liegen hinter Trine Göpfert. Die PZW-Schülerin aus der Klasse 7a des LSH Marquartstein durfte beim Mädchencamp des Deutschen Skiverbandes in Oberstdorf teilnehmen. Dort treffen sich die besten Skispringerinnen der Jahrgänge 2006-2002 aus ganz Deutschland um gemeinsam an der Skisprungtechnik und den koordinativen und konditionellen Voraussetzungen zu arbeiten. Den Abschluss des Camps bildete ein Wettbewerb zur Qualifikation für die nächsten größeren Wettkämpfe. Trine gewann das Springen auf der HS60 deutlich. Zur Überraschung der Mädchen nahm  Olympiateilnehmerin Juliane Seyfarth die Siegerehrung vor und hatte sichtlich Spaß beim Fotomachen mit den Nachwuchsportlerinnen.

Mit dieser Leistung qualifizierte sich Trine für den F.I.S. Youth Cup, der Ende Juli zusammen mit dem  Skisprung Sommer Grand Prix der Damen und Herren in Hinterzarten stattfindet. In Hinterzarten wird auf der HS 77 Schanze gesprungen, die größer ist als alle Schanzen, die Trine bisher gesprungen ist. Deshalb ging es für die junge Skispringerin in den letzten Wochen noch zu zwei Vorbereitungslehrgängen des Deutschen und Bayerischen Skiverbandes nach Hinterzarten sowie nach Planica und Villach. Dort konnte Trine auf Schanzen bis HS 80 trainieren, viel Flugerfahrung sammeln und ihre persönliche Bestweite auf 75 m steigern.

Die Schulfamilie des LSH Marquartstein wünscht Trine viel Erfolg für den anstehenden Wettkampf!

21 Außen gelb und innen weiß

Autorin Que Du Luu besuchte das LSH Marquartstein

 

„Ich bin eine Banane, außen gelb und innen weiß“ – so begann die Schriftstellerin Que Du Luu die Lesung aus ihrem preisgekrönten Roman „Im Jahr des Affen“ für die 10.Klassen des Staatlichen Landschulheim Marquartstein.

Im chinesischen Kalender steht der Affe für Bewegung und Veränderung. Die 16-jährige Ich-Erzählerin Mini erlebt 1992 dann auch einen ereignisreichen Sommer: Die erste Liebe, eine schwere Erkrankung des Vaters, ein nervender Verwandtenbesuch und die Auseinandersetzung mit den eigenen familiären und kulturellen Wurzeln bilden den Kern der fesselnd erzählten Geschichte. In einigen Szenen stellte die Autorin ihre Figur und sich selber vor und erklärte kulturelle Unterschiede zwischen China und Deutschland, zum Beispiel das „Schniesel“ (Schnitzel) im Café  um neun Uhr morgens oder das Aufwachsen „wie ein Außerirdischer“ in einer deutschen Kleinstadt vor 30 Jahren.

Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen der Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln und ihrer Figur, deren beider Familien Mitte der 1970er Jahre als Boatpeople über das Meer flüchteten und nur mit viel Glück überlebten?

Warum und wie werde ich mir klar darüber, wer ich bin und was ich vom Leben will?

Wie sieht der Schreibprozess von der „Urknallidee“ zum fertigen Buch aus? Wie kann ich meine Schreibblockade überwinden?

Offen und ausführlich ging Frau Que Du Luu auf die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler ein.

Die Lesung fand im Rahmen des White Ravens Festival statt, welches alle zwei Jahre von der Internationalen Jugendbibliothek in München veranstaltet wird.

Die Internationale Jugendbibliothek in München ist weltweit die größte Spezialbibliothek für internationale Kinder- und Jugendliteratur.

Begleitet wurde die Autorin von Julia Reusch, Bibliothekarin an der Internationalen Jugendbibliothek.

Corinna Gesterding, Schülerin der 10. Klasse, stellte die Biografie der Autorin vor.

 

Sabine Littmann, Friederike Muttray

21 Fabienne und Charlotte auf Erfolgskurs

Fabienne Cathalan auf der Olympiareitanlage in München–Riem erfolgreich

 

 

Fabienne Cathalan, die die 8. Klasse des Landschulheims Marquartstein besucht, belegte am 30.Juni 2018 mit Ihrer erst sechsjährigen Leonharder Stute „Leonhards`Charlotte“ bei dem zum ersten Mal in München–Riem ausgetragenen Süddeutschen Championat des Freizeitpferdes einen grandiosen zweiten Platz.

 

Dieser Zweite Platz ist umso höher zu bewerten, da Fabienne mit großem Abstand die jüngste Reiterin im Feld der 22 Teilnehmerinnen war und zudem auch kein „Vollprofi“ ist.  Ihr Pferd Charlotte war ebenfalls eines der jüngsten Pferde, die vorgestellt wurden.

 

Das vom BZVKS (Bayerische Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialrassen e. V.) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgerichtete Turnier bestand aus mehreren Teilprüfungen, welche über den Tag verteilt auf der ehrwürdigen Olympiareitanlage in München–Riem stattfanden.

 

Drei Richterinnen begleiteten und beurteilten die einzelnen Prüfungen, welche bereits am frühen Morgen mit der Rittigkeitsaufgabe anfingen. Danach kam die Fremdreiterprüfung, ebenfalls im Dressurviereck, ebenfalls in den Grundgangarten.

Starke Nerven wurden dann von Roß und Reiter in der Gehorsamsaufgabe gefordert, bestehend aus einer Wasserplane, einem Rappelsack, einem Stangenlabyrinth, und einem Wendhammer mit Sonnenschirm und Flatterbändern. Hier machte sich das lange und intensive Agility-Training der beiden bezahlt und es gab eine 9,5 von den Richterinnen.

Davor mussten die Reiterinnen im Gelände in der Gruppe ihre Pferde vorstellen. Erneut wurde das Verhalten der Pferde sehr genau beobachtet. Danach folgte ein Geländeritt, welcher über drei feste Hindernisse mit einem Wasserdurchritt führte.

 

Die Schulfamilie des LSH Marquartstein gratuliert Fabienne herzlich zu diesem herausragenden sportlichen Erfolg.

21 Manumissio im Bewusstsein der Demokratie, der Freiheit und der Menschlichkeit

 

Entlassung der Abiturienten vom Staatlichen Landschulheim Marquartstein

 

Am 29. Juni 2018 fand im Festsaal des Staatlichen Landschulheims Marquartstein im Rahmen eines feierlichen Aktes die Verabschiedung der 53 Abiturienten statt, die ihre Reifeprüfung mit Erfolg abgelegt hatten.

Nach dem Einzug der Abiturienten, die größtenteils in Tracht gekleidet waren, begrüßte Oberstudiendirektor Christian Czempinski, Bezug nehmend auf den Abiturstreich der vergangenen Woche in humorvoller Weise die anwesenden Schüler, Eltern, Lehrer und die geladenen Gäste. Im Anschluss hieß auch Schülersprecher Fabian Watzl alle Anwesenden willkommen und betonte, dass es nun für ihn und seine Klassenkameraden an der Zeit sei, Verantwortung zu übernehmen.

Anschließend sprach Bürgermeister Andreas Scheck, stellvertretend für die alle anderen Bürgermeister der Nachbargemeinden seine Grußworte: auch er betonte, wie wichtig es für die jungen Erwachsenen sei, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen. Gleichzeitig richtete der Bürgermeister Marquartsteins den Wunsch an die Abiturienten, im Anschluss an ihre Ausbildung bzw. ihr Studium wieder in ihre Heimat zurückzukehren.

Die Elternbeiratsvorsitzende, Dr. Sabine Wörnle, verglich in ihrer Rede die Gymnasialzeit mit einer anstrengenden Mountainbiketour, die sich in verschiedene Stadien unterteile, so etwa die Vorbereitung und Planung, in einen anstrengenden Anstieg und eine umso lohnendere Ankunft am Gipfel.

Dr. Dr. Klaus Ständer, Vorsitzender der Altmarquartsteiner, verlieh – begleitet mit herzlichen Glückwünschen - Preise an die besten Schüler dieser Abituria, nämlich Katharina Hillermeier (1,0), Verena Kellermann (1,1), Karolina Weiß (1,1), Elisabeth Wagner (1,3), Fabian Watzl (1,3), Lena Manzenberger (1,4) und Hannah von Bauer (1,4), siehe Foto. Ständer betonte in seiner Ansprache zudem die Bedeutung des Bundes der Altmarquartsteiner und forderte die nun aus der Schule Scheidenden auf, den Kontakt mit Ehemaligen zu wahren.

Auch Internatsleiter Gerd Geigenmüller richtete sich persönlich an den Abiturjahrgang, den er als überaus freundlich und charismatisch charakterisierte. Dabei verwies er deutlich auf den sehr hohen Anteil an Internatsschülern in diesem Jahr: über ein Drittel aller Abiturienten habe das Internat besucht.

Und dass sie sich sowohl im Internat als auch an der Schule überaus wohl gefühlt hatten, bewies die Rede der Abiturientinnen Julia Auer und Lisa Weizendörfer. Zwar waren die jungen Frauen nicht um Kritik verlegen, so bemängelten sie etwa, dass viele der im Lehrplan vorgegeben Inhalte an der Lebenswelt der Schüler vorbeigingen und viel Wissen in kurzer Zeit angelernt, dann aber auch wieder vergessen würde. Doch beschrieben sie in einem zweiten Teil ihrer sehr emotionalen und berührenden Rede die vergangenen acht Jahre, die sie am Landschulheim Marquartstein verbrachten, als durchaus glückliche und erfüllte Zeit.

In Anknüpfung an den Namenstag von Peter und Paul wünschte der Schulleiter den jungen Erwachsenen in seiner Rede, dass sie zum Paulus bekehrt, felsenfest wie Petrus (bewusst als asyndetischer Chiasmus formuliert) sein mögen.  Im Anschluss an diesen Vergleich vermied der Altphilologe aber bewusst allzu oft bemühte Patentrezepte und pauschale Empfehlungen. Stattdessen stellte er die Abiturienten in das Erbe zweier historischer Ereignisse bzw. Entwicklungen, die als wirkungsmächtige Traditionslinien in das Jahr 2018 ausstrahlten. Und damit verwies Czempinski auf die Geburt der deutschen Demokratie 1918, die auf Volkssouveränität und Freiheit, auf Partizipation und Gleichheit und natürlich auf den Menschenrechten fuße. Dennoch warnte der Schulleiter davor, diese Güter als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Er sehe die Abiturienten in der Pflicht, die Errungenschaften von 1918 auch nach hundert Jahren zu verteidigen und zu wahren.

Im Anschluss ging Czempinski auf die 68-Bewegung ein und mit ihr auf eine Entwicklung, die vor 50 Jahren Werte wie eine zunehmende Demokratisierung, Freiheit, antiautoritäre Erziehung und das Aufbrechen verkrusteter Moralvorstellungen in die Köpfe geschrieben und die Mitte der Gesellschaft getragen habe. In humorvoller Weise unterzog er dann die Abiturienten einem 68-er-Test, um dann aber seine Rede damit zu schließen, dass er versichere, ihm sei nicht bange, wenn er daran denke, dass diese, nun aus der Schule scheidenden jungen Leute an den Schaltstellen der Gesellschaft in Politik, Wirtschaft und Kultur sein würden.

In einer feierlichen Zeremonie wurde anschließend jedem Absolventen sein Abiturzeugnis verliehen, Lateinlehrer Czempinksi ließ es sich nicht nehmen, sich des lateinischen Wortschatzes eines Freisprechung zu bedienen: „Ego vos manumitto!“ Der Schulleiter verabschiedete sich vom ersten Abiturjahrgang seit seinem Amtsantritt im September mit der Aufforderung an die Absolventen, sie sollten hinausgehen in die Welt in dem Bewusstsein, diese freiheitlich, demokratisch, friedlich, menschlich und lebenswert zu gestalten.

Einen feierlichen musikalischen Rahmen verliehen der Veranstaltung Julian Steffl, Stefan Knäusl, und Michael Hiemke mit „Song for my father“ und der Schulchor (ebenfalls unter Leitung von Michael Hiemke) mit einem Festjodler, „Va, pensiero“ aus Verdis „Nabucco“ und dem Schlusslied „ For ever young“.

 

Text: Sandra Altmann, Bild: Karl-Heinz Hauser

21 VR-Bank Marquartstein unterstützt Projektseminare des LSH

 

In jeweils dreisemestrigen P-Seminaren beschäftigen sich die künftigen Abiturienten einerseits mit Fragen zur eigenen Studien- und Berufsorientierung und andererseits mit einem konkreten, im Team zu bewältigenden Projekt.

Die Inhalte dieser Projekte sind zwar an Fächer gekoppelt, jedoch liegt die Umsetzung idealerweise in den Händen der Schülerinnen und Schüler selbst. Meist stellt sich dabei heraus, dass tolle Projektpläne oft auch mit erheblichen Kosten verbunden sind….

So kalkulierten die diesjährigen Seminare „Alpencross – mit dem MtB von Marquartstein nach Venedig“ mit über 3000,-, „Bootsbau“ mit etwa 2000,-, „Kurzfilm“ mit gut 1500,- und „molekulare Küche“ mit etwa 1200,- an Kosten, welche zur Umsetzung aller Pläne aufzubringen sind.

 

Zur Unterstützung aller Projektarbeiten am LSH erklärte sich die VR-Bank zu einer Spende von insgesamt 1000,- bereit. Hierfür mussten sich die Schülergruppen schriftlich durch Vorlage eines Kostenplanes bei Schulleiter Czempinski und der Marquartsteiner VR-Bank-Geschäftsstellenleiterin Julia Kurfer bewerben.

 

Die „Schecküberreichung“ erfolgte schließlich am 16.Juli durch Frau Kurfer an die ausgewählten Seminare.

13 Schüler aus China zu Besuch!

Im Rahmen des Schüleraustausches, der von Internatsleiter Gerd Geigenmüller organisiert, am LSH Marquartstein erstmals stattfand, sind derzeit 16 Schülerinnen und Schüler aus China im Achental zu Besuch. Vor ihnen liegt ein dichtest Programm: 

 

Sonntag, 8.7. - Ankunft in München 7.00 Uhr  - Empfang und Begrüßung unserer Gäste am LSH  durch die Eltern und Organisatoren - gemeinsames Weißwurstfrühstück im Festsaal oder    auf der Unterhausterrasse - danach bleiben die Gastschüler bis Montag Früh bei ihren  Gastfamilien

 

Montag, 9.7. -  Treffen im Festsaal -  Begrüßung durch Herrn Czempinski und  Herrn Geigenmüller  - anschließend Führung durch Schule, Werkstätten und Internat  - den verbleibenden Vormittag besuchen die Schüler den  Unterricht. - Mittagessen im Speisesaal - Nachmittagsprogramm je nach Wetter

 

Dienstag, 10.7. -  Einführung in die deutsche Sprache  ( Fanny Liu ) - Mittagessen im Speisesaal - Nachmittagsprogramm abhängig vom Wetter

 

Mittwoch, 11.7. Kennenlernen der bayerischen Braukunst 

 

Donnerstag, 12.7. Fahrt nach Salzburg

 

Freitag, 13.7. Unterrichtsbesuch, danach bleiben die Gastschüler bis Sonntag in ihren Gastfamilien

 

Montag, 16.7. Besichtigung der BMW-Produktion und Stadtaufenthalt in Landshut

 

 Dienstag, 17.7. Fahrt nach München mit Museumsbesuch 

 

Mittwoch, 18.7. - Unterrichtsbesuch bis mittags - Mittagessen im Speisesaal  - Nachmittags Wanderung, anschließend grillen

 

Donnerstag, 19.7. - vormittags Deutschunterricht mit Fanny Liu - danach bleiben die Gastschüler in den Familien 


 
Freitag, 20.7. - Vormittags sind die Gastschüler in den Familien - Ab 14 Uhr gehen unsere Gastschüler mit in die Schule zum Sommerfest und abends zum Sommernachtsball.  Verabschiedung durch Herrn Czempinski und Herrn Geigenmülle

 

Samstag, 21.7. - Heimreise

08 4. Platz für die Schulfußballmannschaft

 

Bei durchwegs strömenden Regen fand zum zweiten Mal das Schul-Fußballturnier der Grassauer Mittelschule im Sportpark Grassau statt. 8 stark besetzte Jungenmannschaft der umliegenden Schulen kämpften um den Turniersieg.

 

Während sich unsere Jungs in der Vorrundengruppe knapp gegen die Mittelschule Grassau (1:1), MS Traunstein (2:0) und die MS Unterwössen (5:0) den Gruppensieg sicherten, unterlagen sie sowohl im Halbfinale gegen die späteren Turniersieger der MS Traunreut (1:3), als auch im Spiel um Platz 3 (nochmal gegen die MS Grassau).

 

Trotzdem hat sich das Team gut verkauft und wer weiß, hätten wir kein „Fritz-Walter-Wetter“ gehabt…..

 

LSH-Auswahl:
Florian Schwarz, Jakob Warweg, Jonah Landler, Noah Lerchenberger, Betreuer Matthias Ramoser (stehend), Maxi Feigl, Lenny Klippel, Linus Zirngibl, Aron Heigenhauser (kniend)

03 Starkes Trainerteam im Judo-Club

Im selbsternannten „Jahr der Weiterbildung“ verstärkt sich das Trainerteam im Judo-Club noch einmal ganz deutlich, um seinen Mitgliedern weiterhin eine gerecht hohe Qualität bieten zu können. Haupttrainer Christian Kuttalek legt bereits Anfang des Jahres erfolgreich seine Prüfung zur DOSB-Trainer-A-Lizenz „Leistungssport“ bei der Trainerakademie in Köln ab. Mit Erreichen dieser Stufe ist er der am höchsten qualifizierte Judo-Lehrer südlich von München. Mit seinem Wissen steuert er das Training in allen unseren Altersgruppen von den Bambinis bis hin zur U21. Erfolgreich ist er mit unseren Athleten männlich wie weiblich auch auf Turniere unterwegs. Trotz der Tatsache, dass wir im Vergleich zu den großen Stadtvereinen weniger Mitglieder haben, lässt sich die Liste der Erfolge doch sehen: neben Medaillen auf kleinere internationale Turniere sowie mehrere Bayerische Titel, erreichen unsere Sportler auch einen 5. Platz auf der Deutschen Meisterschaft und haben bereits als Landeskaderathleten beim Europa-Cup in Berlin, sowie beim Masters in Bremen gekämpft.

Johannes Hörterer sowie David Kuttalek haben vor wenigen Wochen ihre Prüfung zur DOSB-Trainer-C-Lizenz „Breitensport“ abgelegt. Die beiden sind unterstützend in den Gruppen der U10 bis hin zur U15 unterwegs. Ab sofort bereichern die beiden Sport-Abiturienten mit fundiertem Fachwissen unsere Ausbildungsgestaltung.

Für unseren Nachwuchs nur das Beste! Viel Aufmerksamkeit brauchen unsere Jüngsten in der Gruppe der Bambini jeden Dienstag ab 17.00 Uhr. Mindestens 5 Trainer-Assistenten, u.a. Johanna Wörnle, sowie Lucas und Anetta Kuttalek unterstützen hier die qualifizierten Trainer um Karin Vietze herum. Karin, Mutter von zwei Buben und ehemalige Bundesligakämpferin vom UJKC Potsdam, ist eine nicht zu ersetzende Größe mit ihrer Erfahrung und ihrer liebevollen lustigen Art.

Im Genuss eines besonderen Schmankerl kommen die Teilnehmer unserer U18/21 Gruppe einmal im Monat: Adrian Kulisch, mehrfacher deutscher und internationaler deutscher Meister, sowie Militärweltmeister von 2007 gibt hier den Trainingston an. Der Bundesligist, der aktuell für den KSV Esslingen im Einsatz ist, ist mit seinem Schatz an Erfahrung ein ganz großer Gewinn für unseren JCA und gibt uns Anregungen und Impulse die unsere Athleten stark beeinflussen.

Letztendlich noch wichtig zu erwähnen wäre es, dass unsere Sportler in diesem Jahr 4 Dan-Grade erwerben werden. Die Ausbildung hierzu ist sehr umfangreich und für einen Athleten im Rahmen des normalen Trainings nicht zu bewältigen. Deswegen schließen wir uns in diesem Bereich mit unseren Freunden aus Traunreut zusammen, die uns hier deutlich mehr Erfahrung und Können voraus haben. Stefan Maier, Lehrreferent für Oberbayern, sowie Volker Weberpals sind beide Dan-Prüfer, letzterer zusätzlich Kata-Beauftragter für unseren Bezirk. Liebe Eltern, schickt eure Kinder ins Judo. Sie sind bei uns in besten Händen … und ihre Freunde sind schon da!

Juni 2018

24 Eddi Burger mit Erfolgen beim Windsurfing Alpencup

 

 

Im Winter ist unser PZW-Schüler Eddi Burger (5d) in der Langlaufloipe unterwegs, im Sommer tauscht er die zwei schmalen Bretter, gegen ein großes Brett mit Segel. Sein Talent konnte er hierbei beim

Windsurfing Alpencup unter Beweis stellen. Dabei handelt es sich um eine Regatta-Serie, unter anderem der Klasse BIC Techno U13, die an drei verschiedenen Seen im Alpenraum stattfindet. Beim ersten Start am Kalterer See musste Eddie noch verletzt aufgeben, aber schon beim zweiten Start am heimischen Chiemsee konnte er einen 2. Platz herausfahren. Sein bestes Resultat hat er schließlich am Wochenende vom 16. bis zum 17.06 am Wallersee gezeigt, von dort kam mit einem überragenden 1. Platz nach Hause!

24 CodingCup 2018: Programmierteam des LSH im bundesweiten Finale der TOP 6 in Berlin dabei!

Nach einigen Wochen des gespannten Abwartens, wie unser eingereichtes Projekt „EvoSim“ bei den Juroren wohl ankommen würde, kam Mitte Mai die freudige Nachricht:

Die „Roblox-Gang“, das Programmierteam des LSH, hat es ins bundesweite Finale des CodingCup 2018 geschafft, zusammen mit fünf weiteren Teams aus ganz Deutschland.

Somit hat sich die mühevolle und monatelange Arbeit an dem Projekt für unsere drei Schüler Leon Toplak, Marko Kunic und Jonas Rubeck gelohnt. Die interaktive Simulation "EvoSim" überzeugte auf ganzer Linie und sicherte dem Team einen Platz in der Runde der besten sechs Teams Deutschlands. Die drei sind zusammen mit ihrem betreuenden Lehrer Christoph Schmid auf Kosten der veranstaltenden Organisation „Code your life“ zum großen Finale im Rahmen eines dreitägigen Coding Camp von 25.06.18 bis 27.06.18 nach Berlin in die Ufafabrik eingeladen einschließlich eines Bundestagsbesuchs und der Prämierung der Finalisten unter dem Beisein einiger Prominenz wie z. B. der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär.

 

https://www.code-your-life.org/CodingCup/Die_Projekte_der_Finalisten/1409_Intelligente_Kreaturen.htm

 

Ein lustiger Zufall: Gleich in der Woche nach dem Coding Camp fahren die Schüler schon wieder nach Berlin, dann im Rahmen der Berlinfahrt der 10. Klassen, natürlich ebenfalls einschließlich eines Bundestagsbesuchs.

07 Motivation für die Mathematik!

 

Wie in 11.000 anderen deutschen Schulen fand am Staatlichen Landschulheim Marquartstein auch in diesem Schuljahr der Känguru-Wettbewerb der Mathematik statt. Dabei handelt es sich um einen  mathematischen Multiple-Choice-Wettbewerb für über 6 Millionen Teilnehmer in mehr als 70 Ländern weltweit (in Russland nahmen 1.331.800 Schüler teil, gleich danach folgte allerdings Deutschland mit 905.900 Mathematikbegeisterten). Traditionell findet der Test am dritten Donnerstag im März gleichzeitig und unter Aufsicht einer Lehrkraft statt. Schummeln ist also weder erlaubt noch möglich. Ziel dieser Veranstaltung ist die mathematische Bildung und das Interesse an diesem Fach zu fördern. Vor allem wird auf das selbstständige Arbeiten der Schüler Wert gelegt. Einen Preis erhält grundsätzlich jeder Teilnehmer, um die Motivation zu stärken. Bei besonders hohen Punktzahlen werden allerdings besondere Auszeichnungen vergeben. Die Schulfamilie des LSH Marquartstein freut sich über  die stattliche Zahl von zehn Gewinnern:

Einen dritten Preis erhielten: Marinus Müller (5a), Naomi von Schroeders (6b), Manuel Hauser (7c), Linus Huber (7d), Kilian Meier (7d), Moritz von Meyerinck (7d)

Den zweiten Preis schafften: Vincent Kolb (6b), Leopold Kellerer (6c), Tobias König (6b)

Den ersten Platz erreichte: Luis Schneider (7a) mit 118 Punkten (nur 105 hätten ihm für den ersten Platz genügt, was seine Leistung doppelt hervorhebt).

Es steht zu hoffen, dass einige Schülerinnen und Schüler durch die Teilnahme am Känguru-Wettbewerb ihre Begeisterung für Mathematik gefunden oder wiedergefunden haben.

Das Bild zeigt die Marquartsteiner Wettbewerbsteilnehmer.

Mai 2018

14 Exkursion nach Colonia Septima Aurelia

 Fünfzig Siebtklässler, die am Landschulheim Marquartstein derzeit Latein als erste oder zweite Fremdsprache lernen, begaben sich im April 2018 gewissermaßen auf Zeitreise:

Das Video zur Fahrt gibt´ s hier zum Anklicken.

Quartier bezog die Gruppe in einer Wiener Jugendherberge, die durch ihre zentrale Lage viele Spaziergänge in die Wiener Altstadt zuließ. Den Schwerpunkt der Studienfahrt bildete aber nicht die schöne Metropole der Habsburger, sondern Carnuntum, eine antik römische Stadt, die etwa fünfzig Kilometer östlich von Wien durch die Kreuzung von Donau und Bernsteinstraße über fünf Jahrhunderte eine dominante Rolle in der Sicherung der Nordgrenze des Römischen Reiches spielte. Die Schüler hielten sich, begleitet von den Lateinlehrkräften René Steinlehner, Astrid Ruß, Christian Zill, Iris Knitl und Sandra Altmann, einen ganzen Tag im Ausgrabungsgelände von Carnuntum auf und mussten am Ende feststellen, dass sie noch immer nicht alles gesehen hatten. Das Imposanteste an Carnuntum wurde allerdings genau inspiziert, denn einige antike Gebäude wurden am Originalstandort wiederaufgebaut und offenbarten einen eindrucksvollen Blick in die römische Gesellschaft. Zu sehen sind nicht nur die bis in das erste Obergeschoss wieder errichteten Häuser, sondern auch sämtliches Mobiliar, Wandmalereien und Gebrauchsgegenstände, die nach schriftlichen und bildlichen Quellen genau rekonstruiert worden sind. Im Haus des Lucius wurde die Küche genauer unter die Lupe genommen, in der Villa urbana das mondäne Speise- und Arbeitszimmer. Immer wieder wies die Führerin darauf hin, dass sämtliche technische Einrichtungen voll funktionsfähig seien. Am eindrucksvollsten wurde dies in den etwa 1500 qm großen Thermen: Der Fußboden, über eine Hypokaust-Heizung erwärmt, war so heiß, dass man sich barfuß verbrannt hätte. Die Schüler durften auch die Wassertemperatur testen und stellten fest, dass das Caldarium (Warmwasserbecken) seinen Namen durchaus verdient. Nur das Frigidarium, in schönem Carraramarmor verziert, verschaffte etwas Abkühlung. Die Lateinschüler besichtigten auch eines der beiden erhaltenen Amphitheater. Einige Jungs wollten auf der Sandfläche natürlich unbedingt ihre Kräfte messen. Einen letzten Programmpunkt zur Kultur der Antike bildete das archäologische Museum in Deutsch-Altenburg, wo Funde der Zivilstadt, aber auch aus dem Militärlager gesammelt und modern ausgestellt sind. Am 14. April ging es wieder zurück nach Marquartstein, die Stimmung hätte nicht besser sein können. Mit Sprechchören und viel Applaus, auch für den Busfahrer, verabschiedeten sich die Schüler. Und ihre Lehrer hoffen, dass diese Euphorie noch lange für den Lateinunterricht anhält.

14 Aufgeben ist keine Option

„Gehen Sie weg“ brüllt ein zierliches Mädchen einem männlichen Angreifer ins Gesicht, der sie am Hals gepackt hat. Eine Sekunde später krümmt sich der Angreifer am Boden, nach dem ihn ein kräftiger Kniestoß getroffen hat. Das Mädchen ergreift die Flucht.

 

Am 5. und 6. Mai 2018 fand am LSH Marquartstein wieder ein Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Mädchen ab dreizehn Jahren statt. Fünfzehn Teilnehmerinnen lernten in rund zehn Stunden, wie man sich nach dem Ampelprinzip verteidigen soll.

 

Kursleiter Stefan Wörnle, Ju-Jutsu-Schwarzgurt und zertifizierter Trainer in Gewaltprävention erklärt: „In der grünen Phase geht es darum zu vermeiden, selbst zum Opfer zu werden“. Rollenspiele für die richtige Körpersprache machen den Mädchen bewusst, wie sie auf andere wirken und welche Signale Selbstbewusstsein ausstrahlt.  In der gelben Phase lernen die Teilnehmerinnen in einem Gespräch zu zeigen, dass man sich nichts gefallen lässt. Erst in der roten Phase geht es dann wirklich um den Kampf.

 

Neben den fünf einfachen Verteidigungstechniken, die die Mädchen gelernt haben, ist vor allem die mentale Stärke wichtig. „Aufgeben ist keine Option“, erläutert Wörnle. „Und das üben wir u.a. gegen einen Aggressor im schwarzen, furchteinflößenden Ganzkörper-Schutzanzug“. In einem sog. Bruchtest bewiesen alle 15 Mädchen, dass sie mit dem Knie oder der Faust ein ca. drei cm dickes Brett durchschlagen können.

 

Zum Abschluss des Kurses wurden diverse Stress-Situationen durchlaufen. Mehrere männliche Angreifer vom Kampfsportverein Unterwössen spielten die Angreifer, gegen die sich die Mädchen u.a. in einem dunklen Fußgängertunnel oder im Auto wehren mussten. Auch hier war selbstbewusstes Auftreten und der richtige Einsatz der Stimme gefragt. Nur wenn das nichts half, setzten die mittlerweile gut trainierten Schülerinnen die körperlichen Abwehrtechniken ein.

 

Nach zwei anstrengenden Kurstagen können die Teilnehmerinnen Stolz auf die gezeigten Leistungen sein. Informationen zu weiteren Trainingsmöglichkeiten gibt es im Internet unter
www.ksv-unterwössen.de.

14 Trine Göpfert und Lukas Speicher in der Erfolgsspur

Die beiden PZW-Schüler des Landschulheims Marquartstein (Kooperationsmodell des Landschulheims mit dem Skiverband Chiemgau und dem Förderverein Schule und Skisport) Lukas Speicher (5d) und Trine Göpfert (7a) blicken auf eine sehr erfolgreiche Skisprung Saison zurück.

Lukas Speicher durfte beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“  antreten und das LSH Marquartstein dort repräsentieren. Anders als beim Langlaufen oder Skifahren, werden im Skispringen Regionalmannschaften vom Deutschen Skiverband nominiert, für die sich die jeweils sechs besten Skispringer dieser Region qualifizieren. Dass Lukas nicht nur regional zu den Besten gehört, unterstich er mit seiner Leistung beim Finale der besten 65 Skispringer Deutschlands. An beiden Wettkampftagen zeigte er Sprüngen über den K-Punkt und erhielt durchweg gute Haltungsnoten, so dass er maßgeblich zu der tollen Teamleistung beitragen konnte. Die Mannschaft „Bayern Ost“ schrammte nur ganz knapp am Podest vorbei und konnte sich den sehr guten 4. Platz beim Bundesfinale erspringen.

Trine Göpfert wurde Bayerische Schülermeisterin S12/13 im Skispringen und der Nordischen Kombination und lies beim Springen sogar alle gleichaltrigen Burschen hinter sich. Nicht nur am Meisterschaftswochenende lief es für Trine gut. Über die gesamte Saison war sie ganz vorne dabei und holte sich damit auch den Gesamtsieg im Bayerischen Schülercup im Skispringen und der Nordischen Kombination. Lukas ist ebenfalls in beiden Disziplinen stark und kam jeweils auf einen 5. Gesamtrang. Dass dabei noch Luft nach oben ist verrät sein 3. Platz beim Bayerischen Schülercup in Partenkirchen.

Bei der nationalen Wettkampfserie, dem Deutschen Schülercup bekam Trine bereits bei den Herbstwettkämpfen die Gold-Bewertung der DSV-Trainer. Im Winter folgten reihenweise Podestplatzierungen im Skispringen und der Nordischen Kombination. Am letzten Wettkampfwochenende gelang ihr sogar der Sieg in beiden Disziplinen. In der Gesamtwertung belegte sie nach dieser überragenden Saison schließlich jeweils den 2. Platz im Springen und der Kombination hinter der ein Jahr älteren Thüringerin Cindy Haasch.

Dass diese Leistungen auch international etwas wert sind, zeigte sich beim FIS Schüler Grand Prix, bei dem sich junge Skispringer aus acht Nationen messen. Trine konnte im Einzelspringen den 2. Platz erreichen. Wie im Vorjahr ging der Sieg bei den Damen an Slowenien. Als beste deutsche Starterin ihres Jahrgangs, durfte Trine den Deutschen Skiverband beim Mannschaftsspringen vertreten. Hinter Slowenien und Österreich wurde es der 3. Platz für Deutschland.

 

03 Roblox-Gang beim Coding Cup 2018

Programmierteam „Roblox-Gang“ des LSH nimmt am Coding Cup 2018 teil

 

Über mehrere Monate hinweg arbeiteten Marko Kunic, Jonas Rubeck und Leon Toplak aus der 10c an ihrem Projekt EvoSim, um damit am bundesweiten Programmier-Wettbewerb CodingCup2018 teilzunehmen.

Dabei handelt es sich um eine komplexe Simulation evolutiver Prozesse, die von verschiedenen Faktoren wie Landmasse, Anzahl von Lebewesen und Generationen beeinflusst wird. Hierbei kommt auch das Konzept der neuronalen Netze zum Einsatz.

 

Die fertige Version, die auch zum CodingCup eingereicht wurde, umfasst mehr als 2000 Zeilen Code und wurde mit der Software Processing entwickelt. Sie wurde von den drei Schülern komplett in Eigenregie konzipiert und unter Verwendung professioneller kollaborativer Werkzeuge zur Softwareentwicklung wie der Plattform github.com umgesetzt. Diese ermöglicht beispielsweise das Arbeiten an einem Projekt durch mehrere Personen, von verschiedenen Orten aus über das Internet. Betreut wurde das Team von Herrn Schmid, dem Informatiklehrer der 10c.

Um den Juroren des Wettbewerbs die komplexe Thematik zu vermitteln, wurde abschließend noch ein Video gedreht, das auf dem Youtube-Kanal des LSH (zum Anschauen hier anklicken!) zu finden ist.

 

Eine Rückmeldung der Jury für die eingereichten Beiträge gibt es noch nicht, soll aber in Kürze folgen. Wir sind gespannt....

April 2018

28 Stark frequentierter Tag der Offenen Tür a

Bei strahlendem Frühlingswetter nutzten Hunderte von Besuchern die Gelegenheit, sich umfassend über Schule, Internat, Tagesheim und die schuleigenen Werkstätten beim Tag der offenen Tür des Staatlichen Landschulheims Marquartstein zu informieren. Besonders für die künftigen Schüler der fünften Klassen und ihre Eltern dürfte der  „Schnupperunterricht“ in verschiedenen Fächern interessant gewesen sei. Neben Schul- und Internatsführungen gab es zahlreiche Infostände, zum Beispiel von den Aktivitäten des Elternbeirats, den Fördervereinen oder dem „Auspuff“, den Machern der Schülerzeitung. Das gesamte Leistungsspektrum der Schule, Unternehmungen und Arbeitskreise wie Theater, USA- , China- und Frankreich-Austausch, viele Musikgruppen und der Kunstunterricht wurden auch bei diversen Darbietungen lebendig demonstriert. Für alle Fremdsprachen hatten Schüler und Lehrer jeweils einen eigenen Raum dekoriert, wo auf das Fach bezogen zum Beispiel gebastelt und gespielt werden konnte. Eine „Bewegungsbaustelle“ und verschiedene Veranstaltungen in der Sporthalle gaben einen guten Eindruck vom Sportunterricht. Viele Besucher verfolgten begeistert einen „Verhüllungstanz“ der 6. Klasse im Pausenhof (vgl. Foto), szenisch dargestellte Balladen der 7. Klasse oder den Irish Dance von älteren Schülerinnen in der Pausenhalle. Im Fach Physik wurde mit Smartphones gearbeitet und eine Ausstellung in den beiden Kulturräumen der Schule befasste sich mit der Geschichte der Berliner Mauer und zeigte Kunstwerke aus dem Kunstworkshop Tetraprint. Eine unterhaltsame Chemieshow mit Experimenten zum Mitmachen, Molekulare Küche und eine Physikshow lockten gleichermaßen viele Besucher an. Dazu konnten die Interessierten sich in den schuleigenen Werkstätten, Schreinerei, Gärtnerei, Elektrowerkstatt und Töpferei informieren, wie neben dem Weg zum Abitur auch eine handwerkliche Ausbildung nicht zu kurz kommen muss. Mit Frischem vom Grill oder Kaffee und Kuchen sorgte die SMV (Schülermitverantwortung) dafür, dass auch das leibliche Wohl der Gäste nicht zu kurz kam.      

                                   .                                                                          Text und Bild: Christiane Giesen

24 Keine Angst vor fremden Kulturen!

Bericht von Annabell Vacano zum Chinaaustausch des LSH Marquartstein

 

17 Schüler und Schülerinnen des Landschulheim Marquartstein nahmen am ersten China-Austausch ihrer Schule teil. Sie verbrachten zwei Wochen in der Umgebung von Shanghai, lebten davon eine Woche in Gastfamilien und reisten in der zweiten Woche durch die chinesische Provinz Zhejiang.

 

„Welche Unterschiede zwischen China und Deutschland habt ihr kennengelernt?“

Als uns der Diplomat Herr Schmidt am letzten Tag unseres Austausches im Generalkonsulat in Shanghai diese Frage stellte, schnellten unsere Finger in die Höhe. Unsere Gruppe bestehend aus 17 Schülern des LSH hatte in den vergangenen 14 Tagen in die uns zuvor wohl fremdeste Landeskultur der Erde eintauchen dürfen. Wir haben in Gastfamilien gelebt, Städte besucht und sind zur Schule gegangen – wir haben für zwei Wochen den Alltag eines chinesischen Schülers miterlebt und Erfahrungen gesammelt, die uns ein Leben lang begleiten werden. Es gibt viele Unterschiede zwischen Deutschland und China, es ist unmöglich sie alle in einem Zeitungsartikel aufzuzeigen. Ich werde dennoch versuchen, auf die Prägendsten einzugehen.

Das erste was uns allen zu dieser Frage einfiel war: Das Essen. Chinesisches Essen hat kaum Ähnlichkeiten mit dem, was in Deutschland in einem China-Restaurant serviert wird. Zum Frühstück gibt es so genannte Dumplings, die fleischgefüllten, in Fett herausgebratenen Maultaschen vergleichbar sind. Dazu meist eine Kombination aus Obst, Eiern, Trinkjoghurt oder Reissuppe. Mittags aßen wir mit unseren Austauschschülern in der Schulkantine, wo es die Auswahl zwischen acht verschiedenen Gerichten und einem riesigen Kübel voller Reis gab. Abends gingen wir meist mit unseren Gastfamilien aus, in Restaurants wurde eine große Zahl von Gerichten bestellt und auf einem runden Tisch mit Drehplatte serviert. Nun nahm man sich mit seinen Stäbchen immer einen Bissen von einen der Gerichte.

Natürlich sieht so nicht der Alltag unserer Gastfamilien aus, die Reichhaltigkeit des Essens lässt sich auf die Gastfreundschaft zurückführen, die wir so in Deutschland noch nicht erlebt haben. Unsere Gastschüler zogen zu ihren Eltern ins Zimmer, damit wir ein eigenes Zimmer hatten. Mein Gastopa stand täglich 1 Stunde vor meiner Austauschpartnerin und mir auf, um uns ein 5- bis 6-Gänge-Menü servieren zu können. Die ganze Familie tat alles, um mögliche Wünsche ihrer Gäste bereits im Voraus zu erfüllen. Ich wüsste nicht, wie man freundlicher, großzügiger und offener sein könnte als es meine Gastfamilie war, und diese Gastfreundschaft werde ich mit mir nach Hause tragen.

Die freundliche Neugierde der Chinesen fiel überall auf. Egal wo wir waren, wir wurden angesprochen, es wurden Selfies gemacht und Kontaktdaten ausgetauscht. In der Schule passierte dies nochmal in einem höheren Maß: Wo immer wir hingegen wurden wir von chinesischen Schülern umringt, wir wurden nach Unterschriften gefragt und Mitschüler machten uns Geschenke und schrieben uns Karten.

Die Schule ist ein weiteres Feld, welches sich unglaublich von seinem deutschen Gegenbild unterscheidet. In der Mittelstufe dauert der Unterricht von 7:00 Uhr morgens bis 8:00 Uhr abends. Die letzten 3 Stunden des Tages bestehen aus betreuter Hausaufgabenzeit. Der Unterricht ist für unsere Empfindungen autoritär. Diskussionen gibt es nicht, zu jeder Frage existiert nur eine richtige Antwort und wer reden weil muss aufstehen. Ein Englischtest, den wir mitgeschrieben haben, bestand nur aus Multiple-Choice-Aufgaben. Nach dem Miterleben dieser Schulform empfinde ich Respekt vor der Disziplin der Chinesen, wenngleich ich das deutsche Schulprinzip, basierend auf Eigenverantwortung und Persönlichkeitsentwicklung auch im Resultat es besser empfinde. Für Chinesen ist Englisch wohl vergleichbar schwer wie für uns chinesisch, deshalb halte ich es nicht für sinnvoll den Könnensstand zu vergleichen. Was mir jedoch auffiel, war dass chinesische Schüler außerhalb ihrer auswendig gelernten Redewendungen und Floskeln schwer ohne Übersetzer auskamen. Dies zum Beispiel spricht meiner Meinung nach für das deutsche Schulsystem.

Die chinesische Sicht auf Kinder war für uns Deutsche ungewohnt: Jugendliche, die in Deutschland bereits ist junge Erwachsene gesehen werden werden in China , bis sie arbeiten, als Kinder gesehen und dementsprechend von der Familie gehütet und umsorgt. Dies zeigte sich bei mir an dem Ritual meiner Gastmutter, ihrer Tochter jeden Tag aufwändige Frisuren zu flechten, an der Tatsache dass Kinder nicht im Haushalt helfen müssen oder daran, dass meine Gastmutter meine Austauschschülerin wohl auch regulär häufig von der Schule abholt, obwohl diese nur wenige Meter von ihrer Wohnung entfernt liegt.
Was mir sofort aufgefallen war, als ich aus dem Flieger stieg, war dass alles größer war. Gebäude unter fünf Stockwerken gab es eigentlich nicht, auch auf dem Land, welches gespickt von Strommasten ist, sahen wir eigentlich keine richtigen Dörfer, sondern regelmäßige Hochhauskomplexe, welche ohne Vorwarnung einfach in den Himmel ragen. Die „Provinzstadt“ in der wir lebten hatte 2,5 Millionen Einwohner und die Schule die wir besuchten 7000 Schüler und über 400 Lehrer.

Am Anfang mögen mich diese Unterschiede, all das Neue und Unbekannte überrumpelt haben, doch im Laufe des Austausches wuchs sich immer mehr in die Familie, ins Leben hinein und die Barrieren, die anfangs spürbar waren, bröckelten ab. Am letzten Abend sagte meine Gastmutter mir sogar, sie habe jetzt eine deutsche Tochter. Obwohl Chinesen eine andere Geschichte, eine fremde Kultur haben, sind sie im Inneren doch die gleichen Menschen wie du und ich, mit den gleichen Wünschen, den selben Ängsten, den gleichen Hoffnungen, Sorgen und Träumen. Und diese Erkenntnis wird mich hoffentlich mein Leben lang begleiten, denn sie ist nicht nur auf ein spezifisches Land gerichtet. Meine Angst vor fremden Kulturen ist verschwunden, ich habe die Überzeugung gewonnen, mich in jedes Land der Welt einleben zu können. Hierfür danke ich herzlichst unserem großzügigen Sponsor Mister Wang, dank dem wir lediglich unseren Flug bezahlen mussten, sowie dem organisierenden und begleitenden Lehrerteam (Frau Liu, Frau Mader, Herr Wiedemann, Herr Kern). Danke, dass Sie uns diese Reise ermöglicht haben!

 

Annabell Vacano

15 Spannender Besuch im Reich der Mitte

 

Erster Chinaaustausch am Staatlichen Landschulheim mit 17 Schülern

 Zum ersten Mal organisierte das Staatliche Landschulheim heuer einen Schüleraustausch mit einer chinesischen Schule. 17 Schüler von der 8. bis zur 11. Klasse brachen kürzlich zu ihrem 14tägigen Aufenthalt dorthin auf. Begleitet werden sie von der Lehrerin für Chinesisch, Fanny Liu, den Lehrern Rita Mader und Werner Wiedemann sowie Erzieher Eugen Kern. Frau Liu, die mit ihrer Familie in Prien lebt, unterrichtet an zwei Wochenstunden das Wahlfach Chinesisch am Landschulheim, so dass die meisten der Schüler zwischen 14 und 17 Jahren sich schon ein wenig verständigen können. Im Internat leben seit Jahren immer wieder chinesische Schüler, woraus sich die Idee zu dem Austausch ergab.

Nach dem elfeinhalbstündigen Flug nach Shanghai übernachtet die Gruppe im Hotel und wird dann auf die Gastfamilien in der Stadt Kuzhou, etwa 400 Kilometer südwestlich von Shanghai, verteilt. Die Stadt mit ihren vier Millionen Einwohnern gilt als Kleinstadt. Die erste Woche verbringen die Schüler in den Familien und besuchen die Xinhu-Schule, eine Art Gesamt- und Ganztagsschule, in der der Unterricht täglich von 7.30 bis 18 Uhr dauert. Der Unterricht für die Gäste beschränkt sich auf Sport, Musik und den Kunstunterricht, wobei die Schüler zum Beispiel die Paper-Art, chinesischen Tanz oder traditionelle Spiele kennenlernen. „Die Gastgeber haben sich große Mühe gegeben, ein interessantes Programm für uns zusammen zu stellen“, erzählt Werner Wiedemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Ziel der Schule sei es, die für uns so fremde Kultur hautnah zu erleben, abseits von dem touristischen Shanghai. China werde in den nächsten Jahrzehnten eine immer größere Rolle spielen, so dass es auch gelte, der Jugend ein wenig die Scheu vor der Großmacht nehmen.

In der zweiten Woche, die in die Osterferien fällt, unternimmt die deutsche Reisegruppe täglich Ausflüge mit dem Bus und ist dabei in verschiedenen Hotels untergebracht. Besichtigt wird zum Beispiel ein Dorf, in dem noch auf die traditionelle Art Porzellan hergestellt wird, die alte Wasserstadt Xitang oder ein historisches Museumsdorf, in dem sich die Einwohner noch mit Trachten wie im 19 Jahrhundert kleiden. Natürlich steht auch ein Besuch der 24-Millionenstadt Shanghai mit dem weltweit größten Containerhafen auf dem Programm. Auch die Chinesen sind offensichtlich sehr interessiert an einem Austausch mit der deutschen staatlichen Internatsschule. Das aufwändige Programm wird weitgehend durch den chinesischen Staat finanziert. Schüler und Lehrer müssen selbst lediglich den Lufthansa-Flug nach Shanghai bezahlen, der mit 550 Euro für die Gruppe sehr günstig war.               .

Ein Gegenbesuch der chinesischen Schüler wird voraussichtlich im kommenden Juni erwartet. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Um den Gästen ein ähnlich großzügiges Programm zu bieten, wie es die deutschen Schüler in China erleben, werden noch Sponsoren gesucht. Wer eventuell Interesse hat, den Chinaaustausch zu unterstützen, kann sich nach den Osterferien direkt an die Schule oder an Werner Wiedemann über die Telefonnummer der Schule (086416240) wenden.      

Text und Bild: Christiane Giesen                                 

 

 

 

Foto:

17 Schüler des Staatlichen Landschulheims brachen erstmals zu einem Besuch in China auf, hier vor der Busabfahrt zum Flughafen mit ihrer Chinesischlehrerin Fanny Liu und ihren beiden Kindern.                                                                  Foto: Giesen

01 Turbulentes Theater mit Multikulti-Hintergrund

„Achtung Deutsch“ spielen Schüler der Oberstufe auf der Bühne des Staatlichen Landschulheims

 Unterhaltsames, aber auch hintergründiges Theater zu einem hoch aktuellen Thema bringen 14 Schüler der Q12 mit dem Stück „Achtung Deutsch“ auf die Bühne. Die Komödie des  österreichischen Autors Stefan Vögel, Jahrgang 1969, thematisiert auf höchst vergnügliche Weise das Zusammenleben mehrerer Personen aus verschiedenen Ländern. Gängige Vorurteile und Klischees über die jeweils anderen Nationen reihen sich in schneller Folge aneinander und machen so ihre Lächerlichkeit erst richtig deutlich.

Eine ziemlich chaotische Wohngemeinschaft von Germanistik-Studenten hat sich im mietgünstigen sozialen Wohnungsbau von Leipzig angesiedelt. Wahlspruch der WG ist es: „Deutschland ist nur bsuffn auszuhalten“. Zusammen wohnen nicht nur die drei syrischen Schwestern Zahira (Penelope Spannagl), Aische (Lisa Weizdörfer) und Fatima (Karolina Weiß), die wegen ihres Studiums perfekt deutsch sprechen, sondern sechs Europäerinnen. Mit typisch französischem Akzent stellt Französin Virgine (Julia Damm) gerne ihre Reize zur Schau. Geballtes südländisches Temperament verkörpern die beiden Italienerinnen Camilla (Veronika Schranzhofer) und Giuliana (Verena Kellermann), von den anderen als „Spagettis“ tituliert. Meist mit Flasche in der Hand aufs Sofa geflegelt geben die drei Österreicherinnen Sissy (Robina Böhl), Evi (Maya Stocks) und Anni (Julia Auer) mit breitem Weana (Wiener) Dialekt ihre Kommentare („so ein Schaaß“) ab. Hauptmieter ist Henrik Schlüter (Thomas Lentner) mit Freundin Hanni (Julia Höger). Als typischer Schwabe ist er vor allem an den überhöhten Mietzahlungen der Mitbewohner interessiert. Komische Höhepunkte gibt es, wenn sich Nachbar Bert Schröder (Fabian Watzl) mit seiner Frau Bärbel (Rebecca Pietsch) wegen der nächtlichen Partys über den Lärm beschweren. Mit typischem Zungenschlag der ehemaligen DDR und flotten Sprüchen machen beide keinen Hehl daraus, dass sie im Herzen DDR-Bürger geblieben sind –„vorwärts immer, rückwärts nimmer, sagt Erich“ (Honnecker). Fabian Watzl erweist sich zudem am Klavier als versierter Pianist.

Richtig Bewegung kommt in die WG, als sich die Prüferin vom Sozialamt, die gestrenge Frau Reize (Lena Manzenberger) ankündigt, um „Familie Schlüter“ zu überprüfen. Durch einen bürokratischen Irrtum wurde nämlich die WG als deutsche Familie mit zwei Kindern eingestuft. Panik pur. Denn nun steht das Einbürgerungsverfahren der syrischen Schwestern auf dem Spiel. Alle helfen zusammen und spielen der Kontrolleurin mit Hilfe von Rollenwechsel und Verkleidungen eine perfekte deutsche Familie vor. Als unerwartet der Hauptmieter zu früh aus dem Skiurlaub zurückkehrt und sich die neugierigen Nachbarn nicht abwimmeln lassen, kommt es zu ungeahnten Verwicklungen…

Wie die Premiere im voll besetzten Festsaal des Staatlichen Landschulheims zeigte, brachten die jungen Spieler unter der bewährten Regie von Sandra Altmann starke schauspielerische Leistungen auf die Bühne, so dass die Zuschauer immer wieder herzhaft lachen konnten. Besonders die verschiedenen Dialekte und Akzente ließen das verwirrende Multikulti deutlich werden. Angefeuert wurde die Spielfreude aller Spieler noch durch zahlreiche Lacher und häufigen Zwischenapplaus.

Für die gut funktionierende Licht- und Tontechnik zeichneten Justin Bülow, Daniel König und Martin Thoma verantwortlich. Das Publikum belohnte die witzig spritzige Theateraufführung mit lang anhaltendem Applaus und großzügigen Spenden.                                                          

Text und Bild: Chistiane Giesen

 

 

Foto:

Eine Szene aus „Achtung Deutsch“ am Staatlichen Landschulheim Marquartstein mit (von links) Virgine (Julia Damm), Bärbel und Bert Schröder (Rebecca Pietsch, Fabian Watzl) und der Syrerin Zahira (Penelope Spannagl).

 

März 2018

18 Ankunft in China

17 Schüler, zwei Lehrer und ein Erzieher wagen das große Abenteuer, am Chinaaustausch des LSH MArquartstein teilzunehmen. Den langen Flug haben sie ganz offensichtlich unbeschadet überstanden. Noch am Flughafen wurden sie von ihren chinesischen Gastfamilien begrüßt (siehe Foto).

Die Schulfamilie des LSH MArquartstein wünscht allen Teilnehmern einen tollen Aufenthalt in China!

18 Silvio Riehl „Biathlon Rocks-Athlet“ am LSH

Silvio (8c) ist in der 2.Wintersaison als Biathlet, nun in der Schülerklasse S15 für den WSV Aschau am Start. Trainiert wird weiterhin 4-5 Mal pro Woche zumeist am Stützpunkt in Ruhpolding.

Am Wochenende vom 9-11.03 fand das Deutsche Schülercup (DSC) Finale in Ruhpolding statt, mit einem starken Auftritt von Silvio. Jetzt erst einmal der Reihe nach, am Freitag stand ein Sprint mit Technikelementen, u.a. Schanzen, Slalom und Wellen zu durchlaufen auf dem Programm. Grade mal 5,7s trennten Silvio vom Sieg und erreichte somit einen super 5.Platz. Tags drauf am Samstag stand dann ein Massenstart Rennen, auf der anspruchsvollen World Cup Strecke in der Chiemgau Arena über 8km, mit 4x Schießen (liegend, liegend, stehend, stehend) auf dem Programm. Gleich nach dem Start hat sich Silvio mit in die Spitzengruppe gesetzt. Trotz 6x Schießfehlern (bedeutet 6x Strafrunden à 25s laufen) bei insgesamt 20x abgegebenen Schuss, konnte er seine läuferische Klasse unter Beweis stellen und kam bei 38 Teilnehmern auf einen guten 10.Platz.

Nachdem Rennen, welches sehr viel Energie gekostet hat hieß es dann Auslaufen und die Energiereservoirs wieder auffüllen, denn am nächsten Tag stand noch ein Mixed-Staffel Event auf dem Programm.

So ging es am Sonntag in der BSV2 Staffel (bestehend aus 2xJungs und 2xMädels) für Silvio und seine Teamkollegen auf die Strecke. Insgesamt nahmen hier 30x Staffeln aus ganz Deutschland teil und mussten jeweils 2x in den Schiesstand. Nach top Schießleistungen seiner Teamkollegen, konnte sich Silvio als Schlussläufer zwischenzeitlich auf Position 2 setzen und im Ziel einen hervorragenden 3.Platz erkämpfen!

Im Gesamtklassement der DSC Rennserie, bestehend aus 9x Rennen wurde Silvio 2. Bester Bayerischer Athlet und mit dem 11.Platz in der Gesamtwertung belohnt.

Durch diese sehr guten Leistungen hat er sich nun für den 3-Länder-Vergleichs Wettkampf vom 23-25. März in Obertilliach qualifiziert. Wir bleiben gespannt 

 

Bricht: Ch. Riehl

07 Reizvolle „Valentinsblumen“

Einebesonders reizvolle Ausstellung unter dem Titel „Valentinsblumen“ ist in den beiden Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein eröffnet worden. Organisiert von Kunstlehrer Karl-Heinz Hauser sind insgesamt 50 sehr vielfältige Arbeiten von Schülern, Lehrern oder ehemaligen Schülern in der Ausstellung zu sehen. Nicht nur Malerei in den verschiedensten Techniken wie Aquarell, Tusche, Holzschnitt, Tetradruck, Bleistift oder Hinterglas gehören zu den Exponaten sondern auch Fotografien und kleine Skulpturen. Mit dabei ist zum Beispiel ein Bronzeunikat von Carsten Lewerentz, das zwei Katzenköpfe auf einer Blüte darstellt oder eine Arbeit der ehemaligen Schülerin Nadja Henle, die heute die Ausstellungen im Münchner Lenbachhaus organisiert. Insgesamt beteiligten sich Leute aller Altersgruppen von acht bis 75 Jahren, die sich dem Landschulheim verbunden fühlen.

Bei der gut besuchten Vernissage war das Publikum nicht nur von den verschiedenartigen Exponaten begeistert, sondern auch von der schönen musikalischen Umrahmung der Veranstaltung.   Die beiden Musiklehrer der Schule, Verena Thomys und Michael Hiemke dazu Leon Mooser aus der 8.Klasse, sangen und spielten zum Thema passende Songs auf Klavier und Bratsche, darunter zum Beispiel „Für dich soll`s 1000 Rosen regnen“. Schulleiter Christian Czempinski freute sich, dass die hohe Beteiligung an der Ausstellung von ehemaligen Schülern und Lehrern, den besondern Zusammenhalt der Schulfamilie über Jahre zeige. Dies sei ein Charakteristikum der Schule.

Die Ausstellung in den Kulturräumen im Erdgeschoß des Neuen Schlosses ist bis einschließlich Mittwoch, 14. März zu sehen. Geöffnet ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Bild und Text: Christiane Giesen

01 Wintersporttag 2018

Wintersporttag 2018

 

Wie es die Tradition verlangt, stand am 17.01.2018 wieder mal der Wintersporttag der Klassen 5-10 auf dem Programm des LSH. Bis in die frühen Morgenstunden hörte man den Regen an die Fenster klopfen und hoffte, dass sich dieser noch in weiße Flocken verwandeln würde. Passend zur Abfahrt der Busse wurde uns allen dieser Wunsch erfüllt. So konnte die Wintersportbegeisterung unserer Schülerinnen und Schüler dann auch restlos ausgelebt werden. Die einen zelebrierten Pirouetten und akrobatische Figuren auf dem Eis in Ruhpolding, andere machten Kössens Pisten mit Ski und Snowboard unsicher, wieder andere glänzten beim Langlaufen oder Skisprung-Schnupperkurs in Reit im Winkl. Auch das Snowtuben in Inzell stand wieder hoch im Kurs. Die Rodelgruppe vergnügte sich im Schneetreiben an der Nattersbergalm. Erstmalig im Programm war dieses Jahr das Eisstockschießen auf einer neuen Bahn in Reit im Winkl, bei der unsere Eisstock-Profis vom Besitzer sogar mit heißen Würstl und Getränken versorgt wurden. Ein weiterer Newcomer war das Winter-Geocaching in Marquartstein. Ein paar Lehrer hatten im Vorfeld schon das Gebiet abgesucht, um die genaue Lage der offiziell gelegten Caches zu ermitteln. So konnten sich dann am Mittwochmorgen fünf mit GPS-Geräten ausgestattete Suchtrupps ihren ersten Rätseln widmen. Erst nach Lösen der Rätsel gab es die Koordinaten für den jeweils ersten Cache. Im Wechsel von Sonne, Schneesturm und sanften Flocken fühlten sich unsere Geocacher teilweise wie unterwegs in geheimer Mission und hatten sehr viel Spaß am Suchen, Finden und Dekodieren von Cäsar-Verschlüsselungen.

Insgesamt war es ein rundum gelungener Tag. Die Fachschaft Sport bedankt sich nochmal bei allen Kolleginnen und Kollegen für die tatkräftige Unterstützung in allen Bereichen. Natürlich gilt ein großer Dank auch unseren Schülerinnen und Schülern, ohne deren gute Laune so ein gemeinsamer Sporttag sicherlich nicht machbar wäre.

 

Für die Fachschaft Sport – Theresa Halbig

01 Zum 75. Todestag von Christoph Probst

75. Todestag von Christoph Probst

(6. November 1919 – 22. Februar 1943)

 

Mitglied der „Weißen Rose“

 

 

Am 22. Februar jährt sich der Todestag von Christoph Probst zum 75. Male. Von 1932 – 1935 besuchte Christoph Probst als Schüler die Internatsschule des Landschulheims Marquartstein, ehe er dann im Jahre 1935 nach München auf das Neue Realgymnasium wechselte, das er zusammen mit Alexander Schmorell besuchte. 1937 machte Probst sein Abitur und studierte dann nach abgeleistetem Arbeits- und Wehrdienst zwei Jahre später Medizin in München. Über seinen Freund Alexander Schmorell lernte Christoph Probst auch Hans Scholl kennen und kam somit auch in Berührung mit den Mitgliedern der „Weißen Rose“.

Neben Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf und dem Universitätsprofessor Kurt Huber war er eines der prominentesten Mitglieder der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“, die sich mutig und unter Einsatz ihres Lebens mit Flugblättern der nationalsozialistischen Terrorherrschaft entgegenstellten. Die „Weiße Rose“ war eine Gruppe von Studenten an der Universität München unter Führung der Geschwister Scholl. Mit Flugblättern kämpften sie gegen das NS-Regime und nicht zuletzt gegen die Fortsetzung eines sinnlosen, menschenverachtenden Krieges, auch verstanden sie sich als Teil des europäischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Zunächst richteten sich die Flugblätter an einen kleinen Adressatenkreis von Akademikern aus dem Raum München. Doch schon das 5. Flugblatt hatte eine Auflagenstärke von bis zu 9000 Exemplaren und wurde im süddeutschen Raum und Österreich verteilt. Nach der vernichtenden Niederlage und Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad, die auch als Zeichen der Kriegswende gesehen wird, wurde die Sinnlosigkeit des Krieges immer offenkundiger. Kurz nach der Niederlage von Stalingrad verfasste Christoph Probst einen Flugblattentwurf, in dem er forderte, Hitler und sein Regime müssen fallen, damit Deutschland lebe. Den Flugblattentwurf leitete Probst schließlich an Hans Scholl weiter. Im Zusammenhang mit der Kapitulation von Stalingrad  muss auch das 6. Flugblatt der „Weißen Rose“ gesehen werden, das sich an die Münchener Studenten richtet, mit der Aufforderung, sich vom NS-Regime abzuwenden. Beim Flugblattabwurf im Lichthof der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität am 18. Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl vom Hörsaaldiener der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, Jakob Schmid, einem gebürtigen Traunsteiner, beobachtet und letztlich von diesem beim Verlassen der Universität festgehalten. Schmid und der Kanzleisekretär übergaben die Geschwister Scholl dem Syndikus der Universität, der dann die Gestapo benachrichtigte, welche die Geschwister Scholl festnahm. Die Mitglieder der Widerstandsgruppe und ihr Umkreis wurden daraufhin ebenfalls verhaftet (80 Personen in Süddeutschland und 50 in Hamburg).

Christoph Probst gehörte zum engen, inneren Kreis der „Weißen Rose“ und bezahlte letztlich sein politisches Engagement, seine Zivilcourage, den Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit seinem Leben. Er wurde vom NS-Volkgerichtshof unter Roland Freisler, wie auch die Geschwister Scholl, wegen „Wehrkraftzersetzung“, „Feindbegünstigung“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und  noch am selben Tage, am 22. Februar 1943, zusammen mit Hans und Sophie Scholl im Gefängnis in München-Stadelheim durch die Guillotine hingerichtet. In einem anderen Gerichtsverfahren wurden über Graf, Schmorell und Huber am 19. April 1943 ebenfalls Todesurteile verhängt.  Bis hinein in den Herbst 1944 gab es noch weitere Folgeprozesse, in denen Haftstrafen bis zu zwölf Jahren ausgesprochen wurden.

Christoph Probst, der in Innsbruck verhaftet wurde, geriet letztlich zum Verhängnis, dass man bei der Verhaftung von Hans Scholl in München das handschriftliche Manuskript seines Flugblattentwurfs ("Hitler und sein Regime müssen fallen, damit Deutschland lebt!") gefunden hatte. Dieses Schriftstück diente der Gestapo letztlich Christoph Probst als Mitglied der „Weißen Rose“ zu überführen.

Seine letzte Ruhe fand Christoph Probst im Alter von nur 23 Jahren auf dem Münchener Friedhof Perlacher Forst. Er hinterließ eine Ehefrau, Herta Dohrn, und drei Kinder.

Christoph Probst ist am Staatlichen Landschulheim Marquartstein eine Gedenktafel direkt neben dem Haupteingang gewidmet und soll stets neben dem Gedenken an Christoph Probst auch eine Mahnung zu Zivilcourage und ein Appell zum Einsatz für Demokratie und Freiheit gegen autoritäre und radikale Strömungen sein.

 

 

Markus Landsherr

Fachbetreuer für Geschichte

01 Börsenspiel

Mit 24 Spielgruppen aus den 10. aus 11.Klassen war das LSH wieder eine der am stärksten vertretenen Schulen beim „Planspiel Börse“ des Sparkassenverbands.

Die Aufgabe der Teilnehmerteams besteht darin, 50.000,-€ virtuelles Startkapital während eines Zeitraums von 12 Wochen möglichst gewinnbringend anzulegen.

Gut 170 verschiedene Anlagemöglichkeiten (Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Fonds) stehen zur Auswahl. Inhaltlich ergänzt dieses online-basierte Planspiel das Lehrplankapitel „Unternehmen und Haushalte auf dem Markt“ im Fach Wirtschaft und Recht der 10.Klassen.

 

Sehr erfreulich war in diesem Schuljahr, dass es gleich zwei LSH-Teams zu den Preisträgern geschafft haben:

Das Team Hazellot (Jonas Rubeck, Leon Toplak und Kilian Brune, 10c) wurde Sieger in der „Nachhaltigkeitswertung“. Nur Aktiengesellschaften, die sich durch nachhaltiges Wirtschaften auszeichnen, werden hier gewertet.

Mit stolzen 54.394,-€ erwirtschaftete den höchsten Gesamtertrag am LSH das Team „Salf Rapper“ (Joshua Kempfe und Alexander Häusler, 10a) und belegte damit landkreisweit den 4. Rang unter 150 gewerteten Gruppen.

 

 

Bericht der bestplatzierten Börsenspielgruppe am LSH 2017

 

Zunächst haben wir uns verschiedene Möglichkeiten angeschaut, wie wir unser Startkapital von 50.000 Euro am besten investieren können. Aufgrund dessen, dass mein Teampartner Alex Häusler eine Präsentation über Lufthansa halten musste und somit den genauen

Chart Verlauf im Blick hatte, wurde uns bewusst, dass Lufthansa zu diesem Zeitpunkt eine sehr stabile Aktie war, in welche man definitiv investieren musste. Aufgrund dessen, dass die Deutsche Lufthansa im Oktober mehr als die Hälfte der Flugzeuge von Air Berlin übernahm, um damit ihr Tochterunternehmen Eurowings auszubauen, stieg die Aktie allein in diesem Monat um 13 % . Doch nicht nur Lufthansa war zu diesem Zeitpunkt rekordverdächtig, sondern auch Tesla, weshalb wir ebenfalls Tesla-Aktien im Wert von 15.000€ kauften. Doch der Kurs von Tesla begann schon nach kurzer Zeit wieder sehr stark zu sinken, was für uns das Signal zum Verkaufen war. Nach diesem Vorfall wollten wir lieber auf der sicheren Seite sein, weshalb wir uns jeden Tag den Chartverlauf von jeglichen uns zur Verfügung stehenden Aktien durchsucht haben. Auf diese Weise haben wir erkannt, dass unter anderem Amazon und diverse andere Aktien, unser vorhandenes Kapital erstmal nicht ins

Minus stürzen werden, was auch der Fall war. Nachdem Tesla verkauft wurde und wir wieder ins Plus kamen, haben wir ein bisschen herumexperimentiert und unter anderem auch noch eine kleine Summe in Porsche investiert.

Aufgrund verschiedener Zufälle ist es uns beiden nicht mehr möglich gewesen, die Planspielbörsen App zu benutzen, weshalb wir über 3 Wochen lang nicht mehr in unseren Account gekommen sind. Nach mehreren Telefonaten und E-mails ist es uns dann schließlich doch gelungen, sowohl Passwort als auch Depotnummer wieder zu bekommen. Dies geschah allerdings gegen Ende des Spiels, weshalb wir nicht mehr allzu viel an unserer Strategie ändern konnten. Dazwischen haben wir auch Geld in einen Fond investiert zur

Absicherung, jedoch haben wir diesen nach kurzer Zeit wieder aufgelöst, da wir weiterhin in Lufthansa etc. investieren wollten.

Fazit: Unsere Top Aktie war Lufthansa mit meist einem Plus von über 15 Prozent. Unsere schlechteste Aktie war Amazon mit meist einem Plus von „nur“ 2 bis 3 Prozent.

Februar 2018

15 Vize-Lesemeister: Linus Straßer

Linus Straßer (im Foto: Vierter von rechts) berichtet von seinen Erlebnissen bei der Lesemeisterschaft des Landkreises Traunstein Süd, wo er als Schulsieger des LSH Marquartstein teilnehmen durfte.

Es war ein Montagnachmittag und die Sonne schien. Aber es war kein gewöhnlicher Montagnachmittag, denn ich war als Schulsieger zum Vorlesewettbewerb in der Traunsteiner Stadtbücherei eingeladen, wo die Meisterschaft des Landkreises Traunstein Süd entschieden werden sollte.

Als ich die Bücherei betrat, wurde mir angst und bang. Zum Glück waren mein Vater und zwei meiner Freunde bei mir, um mich zu unterstützen. Wir suchten uns schöne Plätze in den vorderen Reihen und setzten uns. Es vergingen gefühlt 30 Minuten (tatsächlich waren es 15!), bis der Wettbewerb endlich anfing und die neun anderen Schüler und ich aus unseren Büchern vorlesen durften. Es ging nach alphabetischer Reihenfolge, was doch sehr unglücklich war, weil mein Name mit S anfängt! Langsam fing mein Herz an zu klopfen und mein Kopf brummte auch schon. Ich kam erst als Vorletzter an die Reihe! Mittlerweile pochte mein Herz wie wild und mein Kopf schmerzte immer mehr.

Endlich wurde mein Name aufgerufen und ich war mit Vorlesen dran. Ich stand auf, ging nach vorne und begann, mein Buch vorzustellen. Hier hatte ich kurzzeitig eine Blockade und mir fiel gar nichts mehr ein, was mich erschrecken ließ. Danach verlief der Rest des Vorlesens aber ohne Probleme. Die Zuschauer lachten sogar ein- oder zweimal. Auch das Lesen des unbekannten Textes nach der Pause brachte ich gut hinter mich, denn mein Lampenfieber hatte sich größtenteils gelegt. Gekrönt wurde mein Vortrag mit dem 2. Platz!

Es war schön, vor Publikum aufzutreten. Für mich war es ein toller und erfolgreicher Nachmittag.

12 Ein Zeitzeuge über die Jugendwerkhöfe der DDR